Top 3 Beiträge 2011 … und ein Blick hinter die Kulissen

2011Derzeit wieder Hype: der Jahresrückblick 2011. Ich will ihn mal aus einem etwas anderen Blickwinkel angehen. Für die Auswertung hab ich die OpenSource Analytics Software Piwik genutzt, welche ich seit Januar 2011 recht zufrieden einsetze.

Top 3 Beiträge in meinem Blog 2011

  1. “Norger” – mit 4.323 unique hits insgesamt, davon 1.263 via Suchmaschine (29%)
    “NorGer” das Seekabel zwischen Deutschland und Norwegen…
  2. “Prepaid SIM” – mit 2.939, davon 1.097 via Suchmaschine (37%)
    Mit dem SmartPhone in die USA – PrePaid SIM Empfehlung … 
  3. “Indoor Minigolf” – mit 1.482, davon 1054 via Suchmaschine (71%)
    Geschlossen: Indoor Minigolf “Inside”...

Das energiepolitische Thema “Norger” führt. Geschrieben habe ich den Artikel kurz vor dem Ende der zugehörigen E-Petition, nachdem ich mit einem Freund etwas aufwendiger als sonst recherchiert habe. Nicht zuletzt auf Grund der Reaktorkatastrophe in Fukushima sind viele Leute – wie ich auch – sensibilisiert für alternative Wege der Energiegewinnung. Der Protest zu “Norger” passt thematisch dazu. Leider wurde der Ansatz viel zu rosig dargestellt, wie unsere kleine Recherche ergab.

“Prepaid SIM” beinhaltet Tipps für USA Reisende mit SmartPhone inkl. der Beantwortung der wichtigsten Frage: Wie komme ich an bezahlbares mobiles Internet vor Ort? Auffällig hierbei der Versuch einiger Kommentatoren ihre Werbung für überteuerte SIM Kartenanbieter für Reisende unterzubringen. Thema verfehlt! Es ging doch genau um die Vermeidung dieser  Anbieter… Natürlich hab ich die Werbelinks dann auch wieder gelöscht.

Nachdem ich auf Grund einer Internetrecherche nach eine Möglichkeit “Indoor Minigolf” zu spielen, selbst in die Irre geleitet wurde, probierte ich ein kleines Experiment:

Wie viele Leute suchen denn so wie ich nach der bereits seit Jahren geschlossenen Anlage am Frankfurter Ring?

Deren Seiten an verschiedenen Stellen im Web wurden nach Schließung der Anlage nicht gelöscht. Mein Beitrag hat hoffentlich einige Leute davon abgehalten, zum Frankfurter Ring zu fahren und sich zu ärgern ;) Ich war jedenfalls über die Menge der Zugriffe auf den Artikel recht erstaunt.

Es ist zu erwarten, dass in Zukunft noch mehr lokal gesucht wird als heute. Daher wird das Ärgernis über falsche und veraltete Informationen – insbesondere in vielen lieblos zusammenkopierten Branchenverzeichnissen – eher noch zunehmen. Wäre ich der Besitzer einer anderen Indoor Minigolf Anlage, hätte sich dieser Artikel wohl direkt gelohnt. Aber darüber schreibe ich nochmal separat.

Welche Social Networks brachten 2011 die meisten Besucher?

  1. Facebook – 1.879 unique Besucher
  2. Twitter – 290 unique Besucher
  3. Google+ – 191 unique Besucher

Die Dominanz von Facebook ist überdeutlich. Wäre Google+ bereits seit Januar verfügbar, stünde es wohl an 2.Stelle – noch vor Twitter…

Welche Suchmaschine brachte 2011 die meisten Besucher?

Drei mal dürft Ihr raten. Google dominiert mit 97%. Platz 2? Die Bildersuchmaschine von Google… Genug gesagt.

Welche Browser werden verwendet?

  1. Firefox – 44%
  2. Internet Explorer – 20%
  3. Chrome – 16%

Was wünsche ich mir für 2012?

Ich wünsche mir, dass das sich das Internet 2012 offener und vernetzter gestaltet als das bisher der Fall ist. Das die Qualität der Inhalte wieder besser wird. Ich werde jedenfalls daran mitarbeiten, wenn wir mit on2off Online Marketing Lösungen für kleine und lokal ansässige Unternehmen bauen, die den Unternehmer unabhängig von einzelnen Webanbietern mit ihren Kunden kommunizieren lassen. Für mehr Diversität im Web (<- den Artikel hätte ich mir mit ganz vorn gewünscht) und freie Wahl der Kommunikationswege ;)

Einen schönes und aufregendes Jahr 2012 wünsche ich!

Vorzeitiger Ankündigungserguss

Diagnose “Vorzeitiger Ankündigungserguss”

DoktorDie Kommunikationspolitik der meisten Technikhersteller ärgert mich schon eine Weile. “Vorzeitiger Ankündigungserguss” wäre denk ich eine passende Diagnose. Da werden Produkte schon frühzeitig vor Verfügbarkeit angekündigt. In allen Details, mit allen Features und sogar voraussichtlichen Preisen.

Nur wird es noch Monate dauern, bevor auch wirklich geliefert wird.

Als Kunde wird bei mir ein Kaufreiz – ein Habenwollen – erzeugt. Verschiedenste Technikblogs berichten darüber. Allerdings werden die Gadgets dann auch auf Basis der Spezifikationen bewertet und teilweise zerissen – noch bevor jemand das Gesamtkunstwerk überhaupt in den Händen halten durfte. Sehr ungeschickt!

Was passiert danach?

Meisten schau ich dann so einmal, zweimal nach, ob denn ein Verfügbarkeitsdatum bekannt wird. Irgendwann ist meine Checkliste übergelaufen und eines der ersehnten Gadgets purzelt von der Liste. Noch schneller geht das, wenn der Hersteller ein Serientäter ist und den Nachfolger schon vor der Verfügbarkeit des eigentlichen Produktes ankündigt.

Liebe Hersteller, habt Ihr schon mal erlebt, dass Presse oder Blogger darüber jubeln (geschweige denn schreiben), wenn ein lange angekündigtes Produkt dann auch wirklich verfügbar ist?

Meine persönliche Liste nicht gekaufter Gadgets

Ich habe dieses Jahr auch hin und wieder das kurzfristige Verlangen nach einem neuen Gadget verspürt. Folgende Produkte haben es bis heute nicht zu mir geschafft, da sie nicht zum richtigen Zeitpunkt verfügbar waren:

  • ASUS EEE Pad Transformer … hat gefühlt Monate gedauert, habe die Verfügbarkeit nicht mitbekommen und da war bereits der Nachfolger (das Prime) angekündigt
  • Samsung Galaxy Tab 10.1 … hier hat primär Apple mit recht fragwürdigen Klagen dafür gesorgt, die Verfügbarkeit hinauszuschieben
  • Archos G9 Tabletts … ebenfalls viel zu früh angekündigt. Mittlerweile von Android Ice Cream Sandwich überholt. Das ist das neue Mindestkriterium.
  • Archos Smart Home Phone … Android 2.2 geht leider gar nicht mehr.
  • Sony Reader … auch hier, viel zu früh zu viel angekündigt – zu wenig verfügbar.

Die Liste ist nicht vollständig.

Vorteil Kunde

Was ist das Ergebnis? Meist stelle ich Wochen später fest, dass ein Produkt welches mich früher interessiert hat, plötzlich verfügbar ist. Leider ist meine Begeisterung bis dahin längst unter den Mindestlevel für einen Spontankauf gesunken.

1.) Gut für mein Budget, denn so kauf ich wirklich nur wenn der Bedarf wirklich schmerzt. Keine “Wäre schön zu haben” sondern nur noch “Muss jetzt tatsächlich ersetzt werden” Produkte.

2.) Wenn es tatsächlich ersetzt werden muss, reicht dann meist auch das etwas ältere – aber mittlerweile – wegen dem angekündigten Nachfolger – deutlich günstigere Produkt.

Nachteil Hersteller

Tja liebe Hersteller, ohne wirklich liefern zu können kosten Euch Eure Produkterneuerungsorgien und Eure Geschwätzigkeit jede Menge Geld und reduzieren vermutlich gar Euren Umsatz. Dadurch sind Produkte nur noch wenige Wochen nach Verfügbarkeit überhaupt noch interessant. Ihr arbeitet eh längst an dem Nachfolgenachfolger… Geht mal zum Arzt und lasst Euch behandeln!

Ich sag es nicht gern, neben Apple fallen mir im Telekommunikations / IT / Hardware Umfeld für Privatkunden spontan keine weitere Firma ein, die das nur halbwegs so verlässlich (angekündigt -> verfügbar, es gibt jetzt erstmal nur dieses Gerät in den nächsten Monaten) hinbekommt.

Fragt mal zum Spaß ganz normale Leute, welches iPhone derzeit aktuell ist. Und gleich danach, welches HTC oder Samsung Gerät. Drastisch dargestellt hat das übrigens TheVerge im Beitrag “A good smartphone comes but once a year”. Die Produktflut von HTC verwässert das Portfolio enorm. Mehr ist nicht automatisch besser. Wobei ein bisschen Vielfalt aus meiner Sicht sicher besser ist, als ein einziges aktuelles Modell welches für alle Kunden passen soll.

Mein Fazit

Hersteller verschenken jede Menge Buzz, wenn sie ihre Produkte zu früh ankündigen. Es wird ein Kaufreiz ausgelöst, der nicht befriedigt werden kann. Möglich, dass der potentielle Käufer in der Zwischenzeit interessante Alternativen findet. Oder eben gar nicht kauft und ein paar Etappen auslässt…

P.S.: Man verzeihe mir meinen Artikel. Wahrscheinlich haben sich die Hersteller schon etwas dabei gedacht. Es geht ja um eine Menge Geld. Ich würde gern verstehen, warum sie so eine Strategie fahren…

Welche Produkte hättet Ihr dieses Jahr gekauft? Wenn sie zum Zeitpunkt des Kaufwunsches verfügbar gewesen wären?

NamensnennungWeitergabe unter gleichen Bedingungen Bild CC-BY-SA 2.0 (Bestimmte Rechte vorbehalten) von heipei

Beispiele für den Einsatz von QR Codes – wie informiere ich den Nutzer richtig

Anhand von Beispielen lassen sich manche Sachen viel einfacher erklären. Ich schrieb ja vor einer Weile meine Warnung vor den “falschen” QR Tags. Nun bin ich in der aktuellen US Wired über eine Werbeanzeige gestolpert. Kurz und knapp heißt es da: “Scan to learn more!”

Proprietärer QR Code ohne Anleitung

Proprietärer QR Code ohne Anleitung (Ausschnitt aus WIRED)

Problematisch aber, dass es sich um einen proprietären QR Code von Microsoft handelt: den “MS Tag”. Den kann – anders als Standard QR Tags – nur die Microsoft eigene Software verarbeiten. Wieviele Leser werden diese Art des Barcodes direkt erkennen? Auch derjenige der für das Marketing verantwortlich ist, sollte dann nicht auf die Technologie schimpfen, wenn die Konversion niedrig bleibt.

Schade – durch solche Aktionen ist Frust beim interessierten Leser vorprogrammiert. Nicht gerade förderlich für die Akzeptanz einer Technologie, die eventuell kurz vor einer wirklich weit verbreiteten Anwendung steht. Wenn schon auf eine Speziallösung gesetzt wird, sollte der Leser informiert werden, was er zum Einscannen benötigt.

Ein weiteres Beispiel liefert ein derzeitiges Werbeplakat.

Merkwürdige Anleitung im Werbeplakat

“Einfach QR-Code mit dem Smartphone abfotografieren und mit geeigneter Reader-App öffnen.”

Ganz ehrlich – nie im Leben hat derjenige der den Text geschrieben hat, selbst ein Smartphone bzw. selbst einen QR Code gescannt. Versucht das mal im Ernst genauso durchzuführen. Wer an diesem Plakat versucht, erstmals einen QR-Code auszuprobieren, wird wohl entnervt aufgeben.

Abgesehen davon, dass es sowieso cooler wäre, die Fotoapp würde automatisch QR Codes im Bild erkennen. So wie bei Google Goggles, nur eben gleich in der Standard Kamera App. Das wäre intuitiv und jeder Marketier könnte tatsächlich davon sprechen, den QR-Code einfach zu fotografieren.

Freiwillige gesetzliche Krankenversicherung im Sabbatical

Das System muss man erstmal verstehen. Hat mich einiges an Zeit gekostet, deswegen halte ich die wichtigsten Punkte hier kurz für andere Interessierte fest. Eckpunkte meines Sabbatical Programmes: keine angesparte Arbeitszeit, kein fortlaufendes monatliches Gehalt, dafür eine Einmalzahlung. Da der Arbeitgeber in der Zeit kein Gehalt zahlt, liegt auch keine Pflichtversicherung mehr vor.

Die Berechnung der Tarife erfolgt bei allen gesetzlichen Krankenkassen gleich (einheitliche Prinzipien siehe “Grundsätze für die Beitragsbemessung freiwilliger Mitglieder” des GKV-Spitzenverbandes).

Es werden zuerst sonstige etwaige Einkünfte (Kapitalerträge etc.) erfasst, da ja kein Gehalt gezahlt wird. Die Einmalzahlung wird mit Erhalt zur Berechnung auf 12 Monate aufgeteilt. Diese quasi monatlichen Einkünfte bestimmen dann den Betrag entsprechend des festgelegten Beitrages in den nächsten 12 Monaten (siehe Tabelle am Beispiel der mhplus “Beiträge zur freiwilligen Versicherung“).

Je nachdem was der Inhalt des Sabbaticals ist, könnte eventuell auch eine Selbständigkeit vorliegen. Wenn diese “hauptberuflich” durchgeführt wird, greifen dann auch die jeweiligen Mindestgrenzen für freiwillig gesetzlich versicherte Selbständige (siehe verlinkte Tabelle).

Die genaue Definition einer “hauptberuflichen selbständigen Tätigkeit” ist meines Wissens aber nirgendwo nachvollziehbar beschrieben. Fragt sich auch, inwieweit eine selbständige Tätigkeit neben einem bestehenden Arbeitsvertrag überhaupt “hauptberuflich” sein kann?

Natürlich sollte klar sein, dass bei den meisten Arbeitsverhältnissen sowieso eine Genehmigung durch den Arbeitgeber benötigt wird, sich nebenberuflich zu betätigen.

So funktioniert die Anmeldung von Google+ Unternehmensseiten

Mindestens seit Mitte diesen Jahres wird die Gerüchteküche kräftig angeheizt: Google+ Unternehmensseiten (analog zu Facebook Fanpages) werden dringend herbeigesehnt. Eröffnet sich doch mit diesem Kanal ein vermutlich weiterer großer Markt für Beratung und Implementierung von Unternehmensauftritten…

Die tatsächliche Eröffnung heute am 7.11. ist eigentlich war ursprünglich aus der Kategorie “verfrühte Ankündigung”. Anlegen lassen liesen sich Seiten heute nämlich noch nicht von jedem, sondern nur von ausgewählten Partnern. Alle anderen sehen sahen diesen Bildschirm:

Nunja, freundlicherweise liefert Google ja auch den hauseigenen Browser Google Chrome, der einen dabei hilft eine Webseite auch auseinanderzubauen. Zum Beispiel störende Elemente auf einer Webseite zu entfernen. Wie beispielsweise obiges Hinweisschild ;)

Danach konnte ich mir in Ruhe einmal die unterschiedlichen Seitentypen ansehen und den Anmeldeprozess starten. Alles in allem soweit wenig überraschend. Anlegen konnte ich die Seiten dann letztendlich doch noch nicht, dazu muss doch erst noch ein Hebel bei Google umgelegt werden. Anbei aber die Screenshots von meinen Versuchen.

Google+ Pages Registration

UPDATE (wenige Minuten später):
Das ging nun schneller als gedacht. Nun funktioniert es tatsächlich auch ohne Zauberei – und vor allem mit Resultat. Die erste Google+ Seite die ich angelegt habe, ist natürlich die on2off Unternehmensseite.

Wer es selbst probieren möchte, startet am Besten hier.