Mobile Payment stagniert – weil Kunden die Händler nicht finden?

Regelmäßig erhalte ich Newsletter von meinem Mobile Payment Provider. Bei dem habe ich mich rein interessehalber angemeldet. Nicht weil ich Mobile Payment heute im Leben so wirklich vermisst habe. Als Early Adopter würde ich das schon ganz gern einsetzen. Allerdings ist die Akzeptanz auf Anbieterseite bislang so gering, dass der praktische Nutzen bislang sehr gering ausfällt.
Daher hab ich die NFC Karte bisher auch eher daheim gelassen, weil in meinem Portemonnaie dafür nun echt kein Platz mehr ist. Mein Handy – welches NFC unterstützt – hab ich immer dabei. Das wird aber bislang vom Anbieter nicht unterstützt.
Nicht wirklich überraschend: das Mobile Payment Geschäft hat in Deutschland noch immer nicht abgehoben. Mein Anbieter hat sich nun einen Bonus einfallen lassen. Ich muss nur 3 mal bis Ende April damit zahlen und bekomme dann einen 5 € Gutschein dafür. Wahrscheinlich würde es sehr schwer werden, in freier Laufbahn dreimal die Chance zu bekommen, damit zu zahlen.
Mein Anbieter denkt nun scheinbar: Das liegt sicher daran, dass die Kunden unsere Händler nicht finden. 
So wird nun eine App promoted, die mich zu Händlern mit Mobile Payment führt. Das sind in Dresden genau 23 Läden (Stand März 2013).
Jetzt frag ich mich: Wer von Euch sucht im normalen Leben einen Laden gezielt wegen seinen angebotenen Zahlungsoptionen aus? Also nicht wegen der Nähe? …der Beratung? …dem Angebot? …der Öffnungszeiten?
 
Echt jetzt Anbieter, sieh zu dass die Akzeptanz massiv ansteigt und ich mein Handy zum Zahlen nutzen kann. Dann werd ich vielleicht irgendwann noch ein großer Fan davon.

(Es tut wirklich nichts zur Sache, welcher Anbieter das ist. Läuft derzeit meines Erachtens überall so.)

QUERTZ QUERTY AZERTY

Usability im Alltag: Sprachversion mit Tastaturbelegung gekoppelt

Schön, dass sich die Sprache des Wörterbuchs meiner Bildschirmtastatur für Wortvorhersage und Autokorrektur sehr schnell und einfach wechseln lässt.

Warum damit auch gleich die Tastaturbelegung geändert wird, ist mir unklar. Normalerweise ist der Nutzer auf “seine” typische Tastaturbelegung trainiert. Ich nutze nun  seit vielen Jahren die QWERTZ Tastaturbelegung.

Ein gleichzeitiger Wechsel von Wörterbuch und Tastaturbelegung mag sinnvoll sein, wenn auch der Nutzer wechselt. Das passiert gerade bei einem personalisierten SmartPhone eher seltener. Bei der ersten Initialisierung des Gerätes hingegen sollte natürlich das ausgewählte Tastaturlayout mit der Sprache korrespondieren.

Ich vermute, dass manche Usability Denkfehler gerade dann entstehen, wenn ein Entwickler eventuell selbst keine einzige Fremdsprache spricht und dadurch mit Problemen, die sich bei der Lokalisierung von Software ergeben, nicht in Berührung kommt?

Wie seht Ihr das? Habt Ihr schon mal versucht mit einer AZERTY Tastenbelegung zu schreiben?

QUERTZ QUERTY AZERTY

FourSquare

FourSquare Nutzung in Deutschland – Umfrage 2012

Vor einem Jahr habe ich das erste Mal gefragt, wie und warum Ihr FourSquare nutzt (Auswertung 2011). SmartPhone werden sind mittlerweile noch alltäglicher geworden und die Datennetze der Mobilfunkprovider sind jetzt auch sehr gut ausgelastet bis überlastet. Gowalla, letztes Jahr zum Zeitpunkt der Umfrage noch ein Mitbewerber, wurde von Facebook gekauft und eingestellt.

Wie hat sich die Nutzung von Checkin Diensten in einem Jahr verändert? Ich habe für mich festgestellt, dass die FourSquare Explore Funktion bessere Tipps und Empfehlungen liefert. Vermutlich liegt es einfach an der größeren Datenbasis und an meinem weiter gewachsenen Netzwerk im Dienst. Wobei ich feststelle, dass die Anzahl der “intensiven Nutzer” in meinem FourSquare Netzwerk in etwa gleich geblieben ist.

Kurze Anleitung zur Erfassung der Zahlen am Beispiel der Android App:

  • Menü “ich” aufrufen
  • Icon “Freunde” zeigt die Anzahl der Freunde
  • Icon “Statistiken” anklicken
  • auf die Rangliste klicken,
  • schauen, wieviele Leute davon mindestens 1mal eingecheckt – also aktuell Punkte haben
    (ACHTUNG: bei gleicher Anzahl werden natürlich mehrere gleiche Plätze vergeben. Dann schauen, welchen Platz der Erste mit 0 Punkten hat. Von dem Platz 1 abziehen und Du hast die Anzahl der Freunde, die in einer Woche mind. 1 mal eingecheckt haben.)
  • schauen, wieviele Leute mindestens 30 Punkte gesammelt haben (auch da, siehe Hinweis zuvor)

Ich freue mich auf Eure Rückmeldungen!

Bitte weiterleiten!

Gern könnt Ihr auch zur Umfrage Eure Kommentare hinterlassen. Wie nehmt Ihr z.B. das Facebook Checkin Angebot war?

Proudly “Made in Munich” – Startups in München – Rückblick Isarnetz Webwoche (2/2)

Für diesen Event habe ich im Vorfeld selbst organisatorisch bei Kommunikation und Konzeption mitgewirkt. Absolutes Lob gilt Daniel - er hat es geschafft, das Ziel nicht aus den Augen zu verlieren, das große Team Beteiligter zusammenzuhalten und Struktur in die Planung zu bringen.

Proudly “Made in Munich” – das Startup Event der Webwoche

“Made in Munich” war in der Art eine komplett neue Veranstaltung. Jeder der sich für innovative Startups aus der Region interessiert, konnte bei dieser öffentlichen Party in der Kultfabrik dabei sein. Die Ankündigung der Veranstaltung ist uns vielleicht nicht ganz gelungen: Mit digitalen Medien kennen wir uns zwar ganz gut aus – aber bei den klassischen Medien (Tagespresse, Rundfunk) müssen wir beim nächsten Mal unbedingt noch nachlegen.

Proudly "Made in Munich"

Lt. Harald haben dann “doch eher wieder die üblichen Verdächtigen teilgenommen”. Auch Melanie von Voycer hatte sich “ein etwas bunteres Publikum gewünscht” . Ich seh das nicht ganz so kritisch: Ich habe weitere interessante Startups kennengelernt und neue interessante Kontakte geknüpft. Auch andere wünschen sich mehr Events dieser Art:

München braucht mehr Meet&Greets für Onliner. Die Nachfrage ist groß die Infos für B2B/B2C zu wenig. #web #video #online #avmd12 #isarnetz

— Eyesonmedia (@eyesonmediamuc) Mai 15, 2012

 

Startups live

Gefordert waren Live Demos – no Slideshows please! Mini Shows sind viel interessanter für das Publikum. Leider gab es dann doch einen relativ hohen Anteil von Präsentationen aus der Konserve. Insgesamt waren einige Auftritte für mein Gefühl auch zu “leise” und zu wenig selbstbewusst. Damit waren ca. 30 Startups einfach auch zu viele. Im kommenden Jahr sollten wir vielleicht schon das Teilnahmeticket für uns Startups zu einem Wettbewerb umgestalten.

Kezera – für Rechthaber

Da ich mich aktiv mit dem Münchner Startup Umfeld beschäftigte, kannte ich viele der Ideen bereits vorher. Unter den für mich neuen Ideen war die von Kezera sehr interessant: eine Art “Vorhersagen-Beglaubigungsservice” via Twitter. Der ideale Dienst für Möchtegern-Rechthaber, wie ich es auch manchmal bin. In Zukunft reicht dann ein Verweis auf die ursprüngliche – nun “offiziell beglaubigte” – Vorhersage.

Kezera - whatever will be

Bemerkenswert: Die Idee wurde von den Gründern – nach eigenen Aussagen – auch ohne klaren Businessplans umgesetzt. Weil sie die Idee selbst so toll finden ;)  Ein für Deutschland eher untypisches Vorgehen im Stile von amerikanischen Startups, wie z.B. Twitter (haben die jetzt eigentlich einen Plan zur “Monetarisierung”?). Mehr zu lesen gibts im Kezera Blog.

Das Voting

Die Abstimmung beim Event wurde standesgemäß online durchgeführt. Etwas schwierig für einige Teilnehmer, denn die Netzabdeckung – zumindest bei O2 – war vor Ort eher weniger optimal. Etwas überraschend haben wir mit on2off – trotz unperfektem Pitch - den ersten Platz bei “Made in Munich” vor den Testbirds belegt.

Darüber sind wir sehr glücklich  ;)

Vielen Dank nochmal an Freunde und Fans von on2off!

Startups für “Made in Munich”

Verschiedene lokale Startups haben den Event zusätzlich aktiv vor Ort unterstützt – ganz nach dem Motto: “von Gründern für Gründer”:

  • DJ LeCoast wurde durch tunity.fm live streamed.
  • Das Online Voting auf dem Event wurde durch graph.me realisiert.
  • Das Matching von Teilnehmern wurde durch congreet ermöglicht.
  • Cardwall.biz hat seinen Launch live auf dem Event vollzogen.
  • 10stamps motivierte das Partyvolk zum feiern – jeder elfte Drink ging dann aufs Haus.

Fazit Startup Event “Made in Munich”

Bei der ersten Version von “Made in Munich” lief erwartungsgemäß noch nicht alles rund. Aber betrachten wir den Event selbst einmal als Startup: Es braucht die Idee und noch viel mehr zählt die Umsetzung und der Launch. Das war aus meiner Sicht absolut gelungen. In die zweite Runde… in den Relaunch fließen dann die Rückmeldungen der Teilnehmer und Startups sowie neue Ideen ein.

Fazit Isarnetz Webwoche

Die Isarnetz Webwoche ist eine tolle Idee mit Potential. Ein großes Dankeschön gilt Thomas und Wolf als ursprüngliche Ideengeber sowie den Sponsoren und freiwilligen Unterstützern für die gemeinsame Realisierung.

Dauerhaft wird die Idee sicher wachsen und besser werden - wenn sie in der Münchner Webszene selbst weiterentwickelt wird. Ich werde mich weiterhin im Startup Umfeld engagieren und hoffe auch andere Gründer dafür zu begeistern.