Force Close Google Navigation – Navigation stürzt ab – Ursache: TTS

Nachdem ich mich seit einer geraumen Zeit über die häufigen Abstürze der Google Navigation geärgert habe, kam ich der Sache auf die Schliche. Englische Forenbeiträge nannten u.a. fehlende Einstellungen in der TTS zur Sprache als Ursache. Interessanterweise war auch bei mir keine defailt Sprache gesetzt. Diese lies sich auch nicht speichern, sie fehlte immer wieder.

Irgendwann muss ich mir mal – warum auch immer – eSpeak for Android installiert. Nachdem ich es entfernte, konnte ich alle TTS Einstellungen dauerhaft speichern. “Force Closes” gabs seitdem nicht mehr….

Fazit: Mal prüfen, ob eine weitere TTS installiert ist. PicoTTS ist auf 2.x Geräten der Standard des OS.

Schreib doch bitte mal kurz im Kommentar, ob Du dieses Problem auch erlebt – und gelöst – hast.

MOGDy Teil 3 – Freies WLAN für München – OpenData und die Lizenzen

Nach Teil 2 mit der Frage “APPs oder APIs”, nun der vorerst abschließende 3.Teil.

Freies City WLAN

Als zweites Thema habe ich an der Diskussion über freies WLAN in der Stadt teilgenommen. Diese dauerte allerdings nicht zu lang, da wichtige Diskussionspartner fehlten. Klar wurde, dass es Herausforderungen durch die deutsche Gesetzeslage (Störerhaftung, siehe dazu auch diese ePetition) gibt. Ohne irgendeine Art der Absicherung wird es wohl keine Umsetzung geben. Als Vorbild will könnten vielleicht die WLAN Netze an Universitäten dienen, die auch Roaming zwischen den Einrichtungen zulassen.

Free Wifi (Photo by flickr:uhoman)

Es liegen wohl derzeit auch zwei Vorschläge vor (WLAN in Bibliotheken, WLAN in U-Bahnhöfen) zu denen bereits erste Stellungnahmen existieren. So wird z.B. WLAN an Knotenpunkten im öffentlichen U-Bahnnetz etwas skeptisch betrachtet: es soll damit nicht noch mehr Publikum in bereits überfüllten öffentlich Räumen angezogen werden ;)

Dennoch wurde auch angeregt, die Idee freies WLAN noch etwas genauer zu spezifizieren:
- Für welche Nutzergruppen ist das freie WLAN primär gedacht?
- Für welche Anwendungsfälle soll das WLAN der jeweiligen Nutzergruppe dienen?
- Wie könnte eine einfache Registrierung aussehen?
- Könnte eventuell für den Zugriff auf begrenzte städtische Informationen eine Registrierung entfallen?

Die Antworten sind wichtig für ein Gesamtkonzept, um Alternativen zu betrachten und eine mögliche Umsetzung zu bewerten.

Lizenzen

Ein sehr ausführliches und schwieriges Thema: Unter welcher Lizenz soll die Stadt Daten veröffentlichen? Ggf. sogar verschiedene Lizenzen? Die Diskussion begann mit einem Exkurs in die Geschichte des Urheberrechts. Auch das sehr gute Buch “Freie Kultur” von Lawrence Lessig sollte an der Stelle nochmal erwähnt werden.

Cover "Freie Kultur" - opensourcepress

Lizenzrecht wird insbesondere schwierig in der Weiterverwendung. Wie vermischen sich verschiedene Lizenzen, wie können Informationsquellen zurückverfolgt werden? Da ergeben sich plötzlich für die Weiterverwendung von Informationen ähnliche Fragestellungen, wie bei den Nahrungsmitteln: Auch bei Informationen sollte nachvollziehbar sein, aus welchen Quellen sie sich zusammensetzen (mal kurz abgesehen von Whistleblowern und Wikileaks).

Hier gibt es bislang erstaunlich wenige technische Hilfsmittel. Denkbar könnte eine Art Metainformation zu Informationen hilfreich sein, welche den Ursprung und die Lizenz beinhaltet, die auch definiert wie die Information weiterverarbeitet werden darf.

Für mich war die Diskussion gleich nochmal die Erinnerung, unbedingt auch die Lizenz meines Blogs anzupassen. Sollte diese Woche noch geschehen.

MOGDy Teil 2 – OpenData: fertige Anwendung der Stadt (APPs) oder Schnittstellen für Entwickler (APIs)

Nach Teil 1 mit der kurzen Übersicht zum MOGDy Barcamp in München, heute ein paar Mitschriften und Kommentare zu den Diskussionsrunden.

MOGDy Herzl

“Anwendungen oder Schnittstellen (APPs oder APIs)?”

Da ich mich auch schon eine Weile mit dem Thema beschäftige und die Diskussion bereits in diversen Beiträgen auf der Diskussionsplattform aufkam, habe ich als Thema für eine Diskussionsrunde “APPs oder APIs bereitstellen?” vorgeschlagen. Diese Entscheidung hat Auswirkungen nicht nur auf die Erstellung, Betrieb, Weiterentwicklung und Vermarktung, sondern auch auf das gesamte Ökosystem zwischen Stadt und (regionalen) Entwicklern und Firmen (Achtung, “APPs” soll nicht ausschließlich für mobile Anwendungen, sondern als Gesamtbegriff für Anwendungen auf beliebigen Geräten stehen).

APPs (Photo by flickr:smemon87)

Die Ergebnisse haben wir an dieser Stelle ausführlich zusammengefasst. Unter diesen Aspekten muss z.B. auch der mit dem ersten Preis prämierte Vorschlag “FixMyStreet für München” betrachtet werden: Philip Ashlock von http://open311.org/ verweist in einem Kommentar auf die Bemühungen, zu diesem Thema eine offene Webschnittstelle zu entwickeln.

Die 311 steht für die amerikanische Version der Telefonnummer, die in Deutschland gerade als D115 neu eingeführt wird. Der Link für auf eine Webseite die erklärt, wie Bürger wo anrufen können. Sein Anliegen aber direkt loswerden – das geht auf der Webseite aber nicht :/

Die Kostenfrage

Ein ausführlich diskutierter Punkt in der Runde war die Kostenfrage. Es benötigt in Zukunft eine Plattform, die einheitliche Schnittstellen zu verschiedensten Datentöpfen der Stadt bereitstellen soll. Diese sollten ordentlich dokumentiert und übersichtlich in einer Art Katalog aufgeführt werden. Heute werden – wenn überhaupt – hauptsächlich einzelne Dateien zum Download bereitgestellt.

In einem OpenData Ansatz sehe ich in Zukunft mehr und mehr Webservices, die auch zunehmend Systemlast generieren werden. Es müssen für die professionelle Nutzung Servicelevel definiert (und eingehalten), Nutzungsbedingungen erarbeitet und Zugriffe verwaltet werden. Zudem wäre es sicher auch gut, wenn die Plattform kontinuierlich weiter ausgebaut werden würde.

Insofern habe ich die Position vertreten, dass ruhig auch mal über ein sinnvolles Kostenbeteiligungsmodell nachgedacht werden sollte – wohlgemerkt für die Bereitstellung möglichst aktuellster Daten über Webserviceschnittstellen. Für die Erfassung vorliegender Daten wurden bereits Steuergelder verwendet.

In Zeiten klammer Kassen konkurrieren moderne Ideen – wie OpenData, OpenGovernment – allerdings mit den bereits knappen Budgets anderer städtischer Ausgaben. Eine kurze Recherche zeigt, dass an vielen Ecken immer mehr gespart werden muss. Alle Artikel sind aus dem Januar 2011:

Ehemalige Hauptstadt spart sich die Kultur – Bonn packts weg (TAZ)
Stadt startet Sparaktion – Bonn packts an (General Anzeiger Bonn)
Stadt Sulzbach – Bürgermeister plant Sparprogramm (Saarbrücker Zeitung)
Das doppelte Defizit – Uelzen (AZ Online)
Duisburger Haushaltsentwurf 2011 – Millionen müssen eingespart werden (RP online)
Pfullendorf – Bürger können Sparvorschläge machen (Südkurier)
Leverkusen – Stadtschulden steigen rasant (RP online)

usw. usf.

Nun kommen wir mit neuen modernen Vorschlägen zu OpenData, die ebenso finanziert werden wollen. Ich stimme allen Argumenten zu, die von Kosteneinsparungen in der Verwaltung durch OpenData sprechen. Ich bin auch – ohne es selbst genau ausrechnen zu können – ziemlich überzeugt davon, dass der volkswirtschaftliche Nutzen auf lange Sicht höher als ggf. zusätzlich anfallenden Kosten sein wird.

Allerdings sind wir unserer Diskussion auch zu dem Fazit gekommen, dass der Weg zu OpenData schneller und mit weniger Widerstand von statten gehen könnte, wenn es Ideen für eine – zumindest teilweise – Refinanzierung gäbe. Daher haben wir in der Zusammenfassung unserer Diskussion empfohlen zu prüfen, ob nicht zumindest erfolgreiche kommerzielle Nutzer von OpenData zur Refinanzierung beitragen könnten. Dafür könnte ein Freemium Modell entwickelt werden, damit frühe Geschäftsideen und geringe Nutzung der Plattform kostenfrei bleiben und somit die Kreativität für die Entwicklung innovativer Dienste nicht zu sehr eingeschränkt wird.

Ich bin mir darüber bewusst und habe erlebt, dass dieser Punkt sehr intensiv und kontrovers diskutiert werden kann. Vielen Dank an dieser Stelle an die gesamte Diskussionsrunde, insbesondere auch an Lorena Jaume-Palasi und Daniel Dietrich :)

Update 27.01.2011: Hier gehts zum Teil 3 MOGDy Teil 3 – Freies WLAN für München – OpenData und die Lizenzen

Leute holt das Popcorn raus: MG Siegler von TechCrunch schreibt zur Video Codec Entscheidung von Google

Ohne Frage, TechCrunch ist eine wichtige Quelle für News – manche Autoren nehmen sich aber selbst viel zu Ernst. Eine Garantie für Stammtischunterhaltung bietet sehr oft Blogger MG Siegler. Zuletzt im heutigen Artikel.

Google hat angekündigt, in Zukunft auf H.264 Unterstützung im Chromium / Chrome Browser zu verzichten und komplett auf das WebM Videoformat zu setzen, welches u.a. auch von Firefox unterstützt wird.

Auf der anderen Seite lese ich aber auch den Blog von Fefe, welcher im Gegensatz zur krachigen TechCrunch Seite mit seinem puristisch gestalteten Blog deutlich dezenter daherkommt – Inhalt steht da automatisch viel mehr im Vordergrund. Seine Einschätzung ist natürlich auch subjektiv gefärbt, aber deutlich gehaltvoller und ausgewogener ;)

Da ich beide Argumente gelesen habe, musste ich auch selbst mal nachsehen. Zu WebM / VP8 war es deutlich einfacher Aussagen zu finden. Das Thema Lizensierung wird ausführlich behandelt. Dagegen liest sich die Lizensierung bei MPEGLA zu H264 deutlich unklarer. Interessant auch die vorherige Strategie, Lizenzfreiheit für x Jahre zu garantieren. Da kann ich auch das Zitat in dem Artikel gut verstehen:

That announcement was met with skepticism, with Mozilla CEO John Lilly at the time tweeting that this was “like 5 more years of free to lock you in 4ever.”

Aber wer öfter mal einen Artikel von Herrn Siegler liest, kann ihn auch besser einschätzen. Sein Artikel kürzlich zum neuen Google Nexus S hat mir bereits eine Idee für einen weiteren Blog Post geliefert. Demnächst hier: Warum Fanboys (im verlinkten Titel als “iPhone Lover” verniedlicht)  niemals versuchen sollten, ernsthaft andere Plattformen zu bewerten.

Kennt sich jemand wirklich gut mit Lizenzen aus, ist möglichst kein Fanboy und gibt einen kurzen Kommentar zu der Codec Frage ab? Danke…

Update 18.01.2010
Weitere Blogartikel und Linklisten pro und contra (oder contra und pro?):
praegnanz.de/weblog
peterkroener.de

E: Can’t open \cache\recovery\command

Der Fehler “E: Can’t open \cache\recovery\command” trat auch bei mir im Recovery Modus auf, als ich meinem HTC Magic das Cyanogen ROM gönnte…

Ich fand beim Googlen keine Lösung, habe daher mein eigenes Gehirn benutzt. Nach der Installation des Recovery Images, wird ein Wipe durchgeführt. Dies scheint auch wichtige Bestandteile des Recovery images (daher der Fehler) wegzulöschen.

Die Lösung ist recht einfach:

  • Recovery Image nach dem Wipe nocheinmal installieren. Erledigt.

Ich hab mich übrigens im wesentlichen an diese recht gute Anleitung gehalten.

P.S.: Etwas übersichtlicher eventuell auch diese Anleitung. Darin wird ergänzend noch ein Bug in Contacts gefixed.