Einblicke in Amman: “Ich schon, aber die Anderen?”

Gleich am Vormittag des ersten Tages hatten wir ein Treffen mit Betsy und ihren Freunden im “Tavo Lino”, einem Kaffee in der “Culture Street” in Amman. Betsy haben wir im Vorfeld unserer Reise ueber ihren Blog via GlobalVoices kennengelernt. So hatten wir die Gelegenheit, 2stars4peace mit einer bunt gemischten Truppe zu besprechen:

  • Akrum aus Jordanien
  • Betsy, Christin und Paula aus US
  • Paul und Adam aus UK

Alle zusammen waren gut vorbereitet und hatten den Inhalt des Buches auch gekannt. Ulrike hat ueber unser Treffen bereits gestern nachmittag geschrieben.

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Ich fasse nun auch mal meine Eindruecke zusammen, nachdem ich einige Zeit verbracht habe, das Videomaterial nochmals zu sichten: Da sind echt interessante Punkte. Ulrike hat es in ihrem Blogpost schon sehr deutlich formuliert: das Motto des ersten Tages koennte tatsaechlich lauten:

“Ich kann es mir prinzipiell schon vorstellen. Ist ein kreativer Ansatz. Aber es wird nichts werden, weil die Anderen es wohl nie akzeptieren werden…”

Auf jeden Fall gab es einiges ueber Jordanien zu erfahren: Viele Jordanier haben Wurzeln in Palaestina. Insofern sind sie nicht nur als Nachbar am Friedensprozess beteiligt. Zusaetzlich wohnen auch viele Palaestinenser in Jordanien. Allerdings ist es nicht so einfach, mal eben Freunde und Familie in der West Bank zu besuchen… auch wenn das Gebiet oft nur einen Steinwurf entfernt liegt. Jordanier sind wohl im zivilen Sektor recht erfolgreich vertreten, waehrend die Palestinaenser erfolgreich in der Privatwirtschaft vertreten sind.

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Dennoch wuerden viele Palaestinenser gerne wieder zurueckgehen – wenn sie denn duerften. Obwohl es das “Recht auf Rueckkehr” als Artikel 13 der Deklaration der Menschenrechte gibt, erkennt es Israel bis zu einer endgueltigen Friedensregelung nicht an (Palestinian right of return). Eine folgenreiche Entscheidung, die viele unserer verschiedenen Gespraechspartner angesprochen haben. Z.b. ist das Reisen in die West Bank fuer Jordanier und Palaestinenser sehr aufweaendig, wenn nicht sogar unmoeglich.

Dadurch waechst Jordanien wohl auch mit jedem Konflikt in der Umgebung um neue Fluechtlinge. Jordanien hat selbst ziemlich mit Ressourcenmangel zu kaempfen: Wasser ist knapp und Oel ist kaum vorhanden. Dabei verschaerft sich die Situation aber mit jedem weiteren Fluechtling aus benachbarten Krisengebieten.

Der Fluss Jordan, der beide Gebiete voneinander trennt, ist in unserern Gespraechen spaeter noch Mittelpunkt fuer eine konkrete Aktion geworden, welche von den Menschen selbst ausgehen koennte. Dazu spaeter.

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