Zu Google+ ist schon viel von vielen Menschen gesagt worden. Ich möchte nur noch eine kleine Anekdote hinzufügen. Ich sprach diese Woche mit Anika Geisel über die Erfolgschancen des Dienstes. Sie meinte in etwa:
“Google+ ist perfekt für die Geeks und Nerds, Facebook ist perfekt für die Allgemeinheit.”

Dem würde ich derzeit sogar zustimmen, nur verbirgt sich darin das eigentliche Problem: Es gibt keine exclusiven “Geek und Nerd” bzw. “Allgemeinheit” Freundeskreise. Ok – vielleicht gibts das Zweite, aber jeder Geek oder Nerd kennt auch mindestens noch ein paar normale Leute. Bestimmt auch Thomas, der in meinem Umfeld den radikalsten Schnitt gemacht hat
Update 7.Juli: Nach knapp 120 Stunden hat auch Thomas sein Zelt in Facebook wieder aufgeschlagen. Aus benannten Gründen konnte ich mich z.B. von FB nicht komplett verabschieden.
Wer nicht ganz so radikal entscheiden will, steht vor einem Dilemma: Poste ich parallel? Oder nur in einem? Blöd auch, dass beim parallelen Posten eventuell zwei separate Diskussionsthreads entstehen…
Deswegen steh ich weiterhin zu meinem früheren Beitrag, dass etwas mehr Regulierung der Innovation zuträglich wäre. Wenn Google den Dienst ähnlich geschlossen betreibt wie Facebook, haben kleine innovative neue Ideen auch weiterhin schlechte Karten.
Fazit: Ich sehe Google+ mit einem lachenden und einen weinenden Auge. Ich mag die Google Dienste eigentlich ganz gern. Immerhin funktionierte z.B. das erste mal die Synchronisation mit einem SmartPhone ganz ausgezeichnet… Viel lieber wäre mir aber, wenn Google einen offeneren Ansatz als Facebook wählt. Wir werden sehen, sobald die APIs bekannt sind.