Hashtags brauchen keine Jahreszahlen

Über das Thema hab ich schon bei verschiedenen Veranstaltungen immer mal gegrübelt und habe bis heute keine schlüssige nachvollziehbare Erklärung gehört:

Warum haben Hashtags von Veranstaltungen Jahreszahlen?

Muss wohl sowas wie Tradition sein, einen Nutzen hat es jedenfalls meines Erachtens nicht. Was könnten Gründe sein?

  • Eindeutige Zuordnung zur Veranstaltung eines bestimmten Jahres
  • Eindeutige Abgrenzung von anderen Hashtags

Beide Punkte sind jedenfalls keine wirklichen Erklärungen für dieses Phänomen. Jeder Tweet ist ganz fest mit einem Zeitstempel verknüpft. Es lässt sich daher wahrscheinlich sehr genau feststellen, auf welches Jahr sich ein Tweet zu einer speziellen Veranstaltung bezieht. Insbesondere wenn man bedenkt, wie hoch die Halbwertszeit eines typischen Tweets ist…

Es ist auch viel einfacher, einen eindeutigen Hashtag jedes Jahr wieder zu verwenden. Dieselbe Community besteht idealerweise im Kern über mehrere Veranstaltungen hinweg. Ein neuer Hashtag jedes Jahr ist dafür vielleicht sogar hinderlich.

Es ist im Zweifel sogar problematisch, wie uns gerade gestern die Social Media Conference zeigt. Das hat doch schon einen gewissen Humor, oder? ;)


Aber die Story erklärt sich am besten in Tweets. @FallerieFallera und anderen fällt auf das zwei verschiedene Hashtags im Umlauf sind:

#smc10 und #smc11

Tja, doof gelaufen.

Aber @AgenturGRUNDWALD und andere finden einen schnelle Bastellösung und verwenden ab sofort beide Hashtags.


Was war die Ursache? @ConfSocialMedia hatte als “offiziellen” Hashtag #smc10 deklariert. Was ja nun mal im Jahr 2011 relativ sinnfrei ist.

Der Versuch die Verwirrung mit diesem Tweet dann in den Griff zu bekommen, war dann eh zu spät. So twittern die Teilnehmer auch jetzt noch fleissig mit beiden Hashtags.

;)

Bleibt nur noch das Argument der echten Eindeutigkeit. #smc ist sicher nicht ausreichend eindeutig, wie ein Blick ins Acronymverzeichnis beweist. Besonders pikant wird es bei der wahrscheinlichsten Bedeutung des Hashtags laut tagdef.

Also ist hier die Kreativität und klare Kommunikation jeden Veranstalters im Vorfeld gefragt. Vielleicht wurde ja gerade deswegen #smc10 gewählt ;) Da ist nur die Ähnlichkeit zur Jahreszahl irritierend…

Commented on “Banedon’s Cyber-Junk”

Das nenn ich konsequent… Würde mich glaub ich auch nicht im Paket verkaufen lassen :)

Ein verkauftes Twitter Account hat – aus meiner Sicht – eh nur einen Wert von knapp über Null. Die Followerzahl finde ich als Metric eh sehr ungeeignet. Interessanter wären Retweet Zahlen und damit die Reichweite. Die hängt aber nun mal eher am Inhalt – und den muss der Käufer dann eh selbst liefern…

Die Follower die weiter followen haben wahrscheinlich:
a) eh die meisten Accounts beim Anmelden empfohlen bekommen. Sprich denen isses eh egal wen sie folgen.
b) Die Anderen die weiter followen, sind wahrscheinlich schon gar nicht mehr aktiv und können daher nicht unfollowen…
c) Und der restlichen Gruppe ist es schlichtweg egal…

Was soll das dann wirklich wert sein? Wir werden es sehen :)
Süss finde ich ja die Nennung des Kaufpreis von 50.000€ als “Beispiel”.

Aber okay, bin dennoch gespannt wie dieses Experiment ausgeht… Und wenn einer zahlt und damit ein Projekt direkt unterstützt – okay.

Das ist dann Goodwill – Sponsoring…

Der Verkauf eines Twitteraccounts wäre eigentlich nur wegen dem Namen und seiner Kürze richtig interessant. … zum Beispiel wäre mir @d oder @ds etwas wert. Aber weit weniger als 50k€ … falls Angebote kommen.

Originally posted as a comment
by dirk_s
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