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Leseempfehlung: We_africa Magazin

Ich muss Euch ein interessantes Magazin ans Herz legen: “We_africa” beschreibt in mehreren interessanten Geschichten aktuelle Entwicklungen in Afrika. Hab selbst noch nicht alles lesen können, es sind aber sehr interessante Geschichten dabei, die mich an meinen Aufenthalt in Tansania und meine Recherchen in Sachen Entwicklungshilfe erinnern.

Change has a name: Mobile. Der Artikel erinnert mich an unsere Erfahrungen und kleinen Recherchen in 2008 (Teil1, Teil2) und viele Diskussionen die ich über die Dringlichkeit / Notwendigkeit von Internet in Afrika erlebt habe. Ich bin der Überzeugung, dass Wissen und der Zugriff darauf Schlüssel zur Lösung vieler Probleme sind. Insofern ist der Zugriff auf Kommunikationsmittel und Internet aus meiner Sicht genauso wichtig wie sauberes Wasser und Lebensmittel…

If you want to know about Africas Future – Ask China! Spannender Artikel über Chinesische Investments in Afrika. Darüber lässt sich ausführlich diskutieren – besonders über die Verträge, Bedingungen und den langfristigen Nutzen.

Wer aber würde solche Verträge unterschreiben, wenn er bessere Alternativen hat? Leider hab ich noch nicht herausgefunden, wie hoch die Investments aus z.B. europäischen Ländern sind.

Zuletzt noch der Tipp für Africa is not a Country! Habe selbst in vielen Gesprächen festgestellt, dass Afrika für viele scheinbar eine große homogene Einheit zu sein scheint. Unterschiede zwischen den Ländern sind wenigen bekannt – dabei sind die Unterschiede teilweise sehr gravierend. Unterschiede lassen sich mit Fakten belegen – http://www.gapminder.org ist ein Projekt, welches sich damit befasst.

Das soll es erst einmal gewesen sein. Wer das gesamte Magazin am Stück lesen möchte – das gibts als Scribd:

We Magazine Africa

Afrika. Stolz & Vorurteile

Obwohl ich es noch nicht ganz durchgelesen habe, kann ich das Afrika Spezial von Le Monde diplomatique absolut empfehlen. Aus verschiedenen Blickwinkeln wird über die aktuelle Situation und durchaus auch kritisch über Entwicklungspolitik berichtet. Interessant auch die äußerst fragwürdige Politik des Internationalen Währungsfonds (IWF)… Viele interessante Artikel, u.a. auch über Mugabe und Simbabwe. Keine leichte Kost, aber absolut interessant!

Edition LE MONDE diplomatique No. 5

Rohstoffreichtum, Korruption und Kriege prägen das Bild vom subsaharischen Afrika. Doch es ist auch ein Erdteil, dessen Bewohner zu Recht stolz sind: auf die weitgehende Unabhängigkeit von den Kolonialmächten, ihre eigenen Wege zur Demokratie, eine reiche Kultur und natürlich auch den afrikanischen Fußball.

Doris Lessing, Achille Mbembe, Joseph Stiglitz u.a. berichten über Probleme und Hoffnungen in Afrika.

Afrika. Stolz und Vorurteile

via Le Monde diplomatique, Edition.

Mt.Meru Besteigung und Interview mit Michael Nelson Ntiyu

…es gibt neues zu sehen: Das Video zu unserer Mt.Meru Besteigung und ein Interview mit Mike Nelson, dem ersten Afrikaner auf dem Mt.Everest und Mitbegründer von Chagga Tours, dem Unternehmen welchen wir uns für die Tour “anvertraut” haben. Mike war damals Mitglied der Expedition, die herausfinden wollte was mit George Mallory geschah und ob dieser eventuell der erste Bezwinger des Berges war.

In dem Interview wollten wir von Mike mehr über seine Erfahrungen mit Bergtouren herausfinden. Er hat selbst 10 Jahre lang als Porter gearbeitet. Daher weiß er auch, welche Unterschiede es gibt. Er legt jetzt auch entsprechend Wert auf eine faire Bezahlung seiner Mitarbeiter und fordert auch andere Tour Operator auf, ebenso zu handeln.

httpv://www.youtube.com/watch?v=g55Q8cri9GM

Mike ist ein sehr guter Bergführer, die Betreuung rundherum war recht gut. Mike und Chagga Tours können wir daher nur weiterempfehlen!

Internet in Afrika, Teil 2 – ein Vergleich

Die letzte Meile…
damit Ihr Euch eine Vorstellung machen könnt, was Internet hier kostet – hier ein paar Preise:

Nur nochmal kurz als Wiederholung:
Eine Verbindung an das Netz von Cybernet kostet einmalig 780US$, die monatlichen Kosten für einen angeschlossenen Rechner 60US$, 2 kosten 120$ und 3-7 Rechner kosten es 180US$. Dabei scheint kein Volumen abgerechnet zu werden, ABER:

Die Verbindungsgeschwindigkeit ist dabei so mies, daß eh kaum Traffic über den Monat zusammenkommt. Als Kunde in dieser Kategorie steht dann Bandbreite zur Verfügung, wenn kein anderer Kunde aktiv ist, der eine dedizierte Bandbreite gebucht hat. Das heisst, es kommt nicht selten fast zum Stillstand.

Schauen wir uns mal die Preise für dedizierte Verbindungen an- Preise in US$ und pro Monat(!):

kbit down/up Netto Steuer Brutto
32/32 240 48 288
64/32 400 80 480
64/64 600 120 720 <- das ist eine einfache ISDN Verbindung
128/64 1200 240 1440
128/128 1500 300 1800 <- das ist eine ISDN Verbindung, die beide Kanäle bündelt
256/128 2000 400 2400

Mal anders betrachtet (auch wenn der technische Vergleich einer dedizierten Verbindung und eines ADSL Anschlußes vielleicht ein wenig hinkt und ich zudem einen geschäftlichen Anschluß mit einem privaten vergleiche):

Mein DSL Anschluß daheim bringt in etwa eine mögliche Geschwindigkeit von
kbit down/up
14000/1000

Das ist im Vergleich zu höchsten angegebenen Bandbreite in etwa 55mal so schnell im Download, knapp 8 mal so schnell im Upload… und kostet nur 1% von dem obigen Betrag.

Oder noch einfacher, der Internetanschluß in Tanzania kostet etwa 5500 mal so viel. Über Einkommensunterschiede hab ich auch noch gar nicht gesprochen. Ich lass das jetzt einfach mal so stehen…