Tag Archives: arusha

Präsentation auf der Socialbar in München – 27.08.2009

Letzten Donnerstag habe ich auf der SocialBar in München mal einen 15 min Schnellüberblick über das Programm und meine / unsere Erlebnisse in Tansania gegeben…
Die Slides und Audio sind anbei.
[slideshare id=1922071&doc=ibmcorporateservicecorps-socialbarmnchen-090828201925-phpapp01]
(Danke an Thomas Schoenweitz alias @netsaver für die Bearbeitung.)

Transit via Nairobi Kenia…

Guten Morgen aus Nairobi… Wie es sich herausstellt, war die Wahl aus verschiedenen Gründen die bessere Alternative :-)

Wir haben zudem Glück, daß uns Moses – ein Mitarbeiter von African Wildlife Foundation – Nairobi als Insider vorstellen kann. Ganz klar – die Stadt “dreht etwas schneller” als Arusha… Allerdings haben wir gestern kaum Touristen auf den Straßen gesehen. Wir sind in etwa 30 min gelaufen, ohne dass wir auch nur einen “Mzungu” gesehen haben.


Ein paar Infos, welche wir dazu gelernt haben:
– Die Reise mit dem Bus von Arusha dauert derzeit etwas länger und ist etwas holprig (wegen vielen Bauarbeiten auf der Straße). Am Besten für gute Unterhaltung sorgen 😉
– Ein Transitvisa für Kenya kann bis zu 7 Tage gültig sein – d.h. es sollte auch Transit auf dem Visaformular vermerkt sein. Die gesparten 30US$ lassen sich dann gut in Nairobi investieren…

P.S. der letzte Tag in Arusha war nochmal recht turbulent. Dazu gibts dann noch heute, oder morgen wie gewohnt ein kleines Video.

Dirk

, , , , , ,

Abschied von Tansania und Arusha …

Servus daheim,
heute ist unser letzter offizielle Projekttag. Ihr habt mich nun sogar bald eher wieder zurück als ursprünglich geplant 😉

Was? Nein im Gegenteil – mir hat es hier sehr gefallen! Ich habe jede Menge Leute und neue Freunde kennengelernt, meine Zeit hier sehr intensiv erlebt. Einige der Ideen für nach dem Projekt habe ich bereits an den Wochenenden umgesetzt: Safari, Sansibar, Mt.Meru… Andere klappten leider organisatorisch/zeitlich nicht: Die Mountainbikeumrundung des Kilimanjaro wäre noch ein Höhepunkt gewesen. Leider war Chagga-Tours bereits mit einer privaten Gruppe komplett ausgebucht…

So behalte ich ein paar Ideen um später einmal wieder nach Tansania zu kommen 😉 U.a. auch der Slavery Biketrail hat seinen Charme… bislang befindet der sich aber noch im Planungsstatus.

Ich fahre heute nach Nairobi in Kenia und werde da noch ein paar Tage verbringen, bevor ich am Mittwoch morgen wieder in München eintreffe. Mir bleibt dann noch ein wenig Zeit, um die Erlebnisse zu verarbeiten, die Dokumentation fertigzustellen und unser nächstes Team Tanzania für seinen Einsatz bei TATO zu briefen.

Ich freue mich drauf, Euch wiederzusehen – bis bald.
Ggf. melde ich mich noch aus Nairobi…

Mt.Meru … bezwungen :-)

Was für ein Trip! Das war sicher eine meiner größten Herausforderungen bislang. Sonntag früh 7:10 Ortszeit (also 6:10 daheim), sind Matt, unser Guide Michael Nelson Ntiyu, unser Porter Abel und ich auf dem Gipfel des Mt.Meru angekommen…

Ausführliches später – wir haben diese Woche noch einiges im Büro zu tun. Vorab daher nur ein paar wenige Bilder:



Matt hat im IBM Blog bereits ausführlicher (in English) gepostet. Da gibts auch weitere Bilder.

, ,

Preise und Wirtschaft in Tanzania

Matt und ich waren mal wieder mit der Kamera auf den Strassen von Arusha unterwegs, um Euch einen Einblick in die Preise zu verschaffen. Natürlich in Englisch…

httpv://www.youtube.com/watch?v=R6TNAr2rQ-A

Anbei aber mal die Preisliste:

Brot 0,75 € 1 Stück
Kaffepulver 4,06 € 250g
Milch 0,47 € 500ml
Benzin 1,18 € 1l
Diesel 1,33 € 1l
DVD 1,88 € 1 Stück
Bananen 0,63 €
Chickenburger mit Pommes 2,19 €
Mehl 1,44 € 2kg

Aber wie unser Disclaimer schon sagt – die Preise haben wir eher aus dem Supermarkt – auf den lokalen Märkten liegen die sicher deutlich drunter. Diese fast europäischen Preise kann ja sonst keiner mit den durchschnittlichen Gehältern hier bezahlen.

, , ,

Sansibar: … ein turbulentes Wochenende

Letztes Wochenende stand – wie angekündigt – Sansibar auf dem Programm: Entspannung am Indischen Ozean, weiße Strände und glasklares Wasser – Strandurlaub. Eigentlich ja eher ein untypischer Ausflug für mich 😛 …
Aber wenn ich schon mal hier bin kann ich auch mal die Insel besuchen, von der Freddie Mercury ursprünglich stammt.

Anreise
Der Hinflug war entspannt und problemlos. Tickets besorgt man sich am Besten in einem lokalen Reisebüro – natürlich bei einem eingetragenen TATO Mitglied :-) Ich habe keine Webseite gefunden, die die Möglichkeit bietet, verschiedene Optionen und Preise zu vergleichen. Air Tanzania bot die (scheinbar) beste Kombination (via Flughafen Kilimanjaro), um möglichst viel Zeit auf der Insel und wenig beim Reisen zu verbringen… dazu später aber mehr.

(Von der Reputation her hätte ich allerdings eher Precision Air gewählt).

Sansibar
Ein paar Impressionen von der Insel in Bildern – auf der einen Seite Müll und sichtbar Armut…

…auf der anderen Seite Ressorts “schön” abgetrennt von der Umwelt alles direkt zu buchen im Hotel und unproblematisch direkt auf die Zimmerrechnung. Gerade deswegen lohnt es zu checken, inwieweit lokale Anbieter auch in die Gesellschaft eingebunden und engagiert sind… Das war diesmal leider kurzfristig nicht so ganz möglich, wohl aber bei unserem Mt.Meru Ausflug der noch auf der Liste steht und längere Vorbereitungszeit hat.

Am Samstag dann “Blue Safari” – auf eine private Insel mit perfektem Strand. Organisiert von Shaaban Khamis, Betreiber eines noch recht jungen lokalen Unternehmens “Nyemmembe Sea Safari” (in etwa “Schöne Insel/Schöner Strand See Safari”).

Er ist in Sansibar in einem kleineren Dorf Kikungwi geboren. Von TATO hat er (verständlicherweise) noch nichts gehört – fraglich bislang auch, wie TATO wirklich sein persönliches Geschäft unterstützen kann. Interessant ist noch, wieviel er von den 60US$ abbekommt, die die Tour im Hotel kostet….
Werde ich noch nachtragen, habe per SMS angefragt.

UPDATE: Shaaban antwortete mir gestern noch – von den 60US$ pro Person bekommt er 30US$ ab. Die restlichen 30US$ verteilen sich dann auf den Transfer per Taxi (2mal je ca.20-30 min) und die Marge des Hotels. Die Verteilung erscheint damit nicht so ganz optimal, wenn man bedenkt, dass sich seine Leistung zusammen mit 2 weiteren Kollegen über 5-6 Stunden erstreckte und auch die Kosten für Treibstoff, Essen und Getränke davon gedeckt werden müssen.

Der Rückflug
Damit wirds nun wirklich turbulent. Sonntag fällt plötzlich auf, dass auf dem Ticket eine andere Uhrzeit steht, als wir dachten – 19:55 vs. 19:15. Schnell mal auf der Air Tanzania Webseite geschaut, nur ist diese gerade “under maintenance” (übrigens bereits seit einigen Wochen) :-/
Okay dann bleibt noch der Abflugplan des Airports Zanzibar … nur laut dieser gab es Sonntag gar keine Flüge (übrigens auch heute nicht). Ich meine – wenn das jetzt München wäre, hätte ich mich ein wenig gewundert. Aber nach 2,5 Wochen in Afrika ist das kein Grund zur Besorgnis mehr 😛
Immerhin war die telefonische Hotline von Air Tanzania prompt zu sprechen: Flug ab 19:20 (!), Umstieg in Dar es Salam (!) Weiterflug von Dar um 23:30. D.h. Ankunft in Arusha gegen 2 Uhr :-(

Kurz vor Abflug noch kurz Stonetown besucht, ich fand die eine Stunde beinahe ausreichend dafür. Alles sehr touristisch, Menschenmengen unterwegs…

Check-in
Der Flughafen Sansibar ist ein recht kleiner einfacher, Check-in ausserhalb des Gebäudes, solide mechanische Gepäckwaagen:

Gute Nachrichten, es geht jetzt wohl doch direkt nach Kilimanjaro Airport!

Security Check
Interessanterweise hatte die Sicherheitskontrolle nix gegen 200ml Sonnencreme einzuwenden, wohl aber gegen eine Flasche mit feinsten weißem Sand. OK, kurz entschuldigt und die Flasche zurückgelassen. Da fragt der Security Officer allen Ernstens nach einem Trinkgeld um eine Ausnahme zu machen… Wow, ich will nicht wissen, was man sonst noch so mitnehmen darf, wenn das Trinkgeld stimmt.

Boarding
Noch etwas warten, dann Boarding. Die Ansage spricht wieder von “… via Dar es Salam”. Nun gut. Kurzer Plausch mit dem Bordpersonal was denn nun stimmt. Aber diese waren selbst noch überrascht davon, dass es nun nach Dar gehen soll, angeblich sollte wohl Johannesburg als nächstes auf deren Flugplan stehen. “Hakuna matata!”
Mit feinen jamaikanischen Reggae Beats (wohl die LieblingsCD des Piloten) gehts dann innerhalb 25 Min. nach Dar.

Aufenthalt in Dar es Salam und Ankunft in Arusha
Jetzt zeigt sich, dass es am Besten ist der telefonischen Hotline zu vertrauen. Große Überraschung bei den Mitreisenden, daß es erst 23:30 weitergehen soll. Die Meute wird mit einem kostenlosen Dinner besänftigt… dahinter steckt wahrscheinlich eine clevere buchhalterische Entscheidung. Das Flugzeug welches uns nach Kilimanjaro fliegen soll, kommt nämlich erst noch aus Ruanda, eine etwas gealterte Boeing 737 im feinsten 70er Jahre Stil. Nichtmal halbvoll ist dann 23:30 Start, am Flughafen Kilimanjaro wartet schon das kostenlose Air Tanzania Shuttle nach Arusha (zusammen mit mindestens einem Dutzend Moskitos). Alles weitere unspektakulär…
01:45 Gute Nacht!

, , , , , , , , ,

Schulbesuch in Arusha, zweite Anmerkung

Noch eine Anmerkung zum Schulbesuch,

Anfangs haben wir mit einem Quiz begonnen, in dem die Kidsraten sollten, aus welchem Land jeder aus unserem Team stammt. Die Kids waren echt gut – Matt ist zwar Amerikaner, hat aber russische Wurzeln. Die Kids haben als ersten Versuch Russland geraten… :-)

Jeder stellte sich in seiner eigenen Sprache vor, ich war daher überrascht, angeblich aus UK zu kommen. Allerdings hatte ich extra für das Quiz eine Deutschlandflagge eingepackt – dann war es sofort klar.

Urspünglich wollte ich eine Weltkarte einpacken, habe mich dann aber doch für Stifte als Geschenke entschieden. Vielleicht wäre die Idee aber gar niht so schlecht gewesen, schaut selbst:

Wetter in Arusha…

Ach übrigens, Afrika ist nicht immer nur heiss. Wir sitzen hier abends oft auch im Fleece. Es stürmt oftmals sogar und Regen haben wir auch schon gehabt.

Gut – hier ist Winter. Aber da denkt doch jeder es ist immer noch heisser als daheim?

Arusha liegt allerdings auch 1500m hoch. Jeder Fussweg hier ist also schon ein Höhentraining…

Beste Grüße
Dirk

, ,