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Sansibar: … ein turbulentes Wochenende

Letztes Wochenende stand – wie angekündigt – Sansibar auf dem Programm: Entspannung am Indischen Ozean, weiße Strände und glasklares Wasser – Strandurlaub. Eigentlich ja eher ein untypischer Ausflug für mich 😛 …
Aber wenn ich schon mal hier bin kann ich auch mal die Insel besuchen, von der Freddie Mercury ursprünglich stammt.

Anreise
Der Hinflug war entspannt und problemlos. Tickets besorgt man sich am Besten in einem lokalen Reisebüro – natürlich bei einem eingetragenen TATO Mitglied :-) Ich habe keine Webseite gefunden, die die Möglichkeit bietet, verschiedene Optionen und Preise zu vergleichen. Air Tanzania bot die (scheinbar) beste Kombination (via Flughafen Kilimanjaro), um möglichst viel Zeit auf der Insel und wenig beim Reisen zu verbringen… dazu später aber mehr.

(Von der Reputation her hätte ich allerdings eher Precision Air gewählt).

Sansibar
Ein paar Impressionen von der Insel in Bildern – auf der einen Seite Müll und sichtbar Armut…

…auf der anderen Seite Ressorts “schön” abgetrennt von der Umwelt alles direkt zu buchen im Hotel und unproblematisch direkt auf die Zimmerrechnung. Gerade deswegen lohnt es zu checken, inwieweit lokale Anbieter auch in die Gesellschaft eingebunden und engagiert sind… Das war diesmal leider kurzfristig nicht so ganz möglich, wohl aber bei unserem Mt.Meru Ausflug der noch auf der Liste steht und längere Vorbereitungszeit hat.

Am Samstag dann “Blue Safari” – auf eine private Insel mit perfektem Strand. Organisiert von Shaaban Khamis, Betreiber eines noch recht jungen lokalen Unternehmens “Nyemmembe Sea Safari” (in etwa “Schöne Insel/Schöner Strand See Safari”).

Er ist in Sansibar in einem kleineren Dorf Kikungwi geboren. Von TATO hat er (verständlicherweise) noch nichts gehört – fraglich bislang auch, wie TATO wirklich sein persönliches Geschäft unterstützen kann. Interessant ist noch, wieviel er von den 60US$ abbekommt, die die Tour im Hotel kostet….
Werde ich noch nachtragen, habe per SMS angefragt.

UPDATE: Shaaban antwortete mir gestern noch – von den 60US$ pro Person bekommt er 30US$ ab. Die restlichen 30US$ verteilen sich dann auf den Transfer per Taxi (2mal je ca.20-30 min) und die Marge des Hotels. Die Verteilung erscheint damit nicht so ganz optimal, wenn man bedenkt, dass sich seine Leistung zusammen mit 2 weiteren Kollegen über 5-6 Stunden erstreckte und auch die Kosten für Treibstoff, Essen und Getränke davon gedeckt werden müssen.

Der Rückflug
Damit wirds nun wirklich turbulent. Sonntag fällt plötzlich auf, dass auf dem Ticket eine andere Uhrzeit steht, als wir dachten – 19:55 vs. 19:15. Schnell mal auf der Air Tanzania Webseite geschaut, nur ist diese gerade “under maintenance” (übrigens bereits seit einigen Wochen) :-/
Okay dann bleibt noch der Abflugplan des Airports Zanzibar … nur laut dieser gab es Sonntag gar keine Flüge (übrigens auch heute nicht). Ich meine – wenn das jetzt München wäre, hätte ich mich ein wenig gewundert. Aber nach 2,5 Wochen in Afrika ist das kein Grund zur Besorgnis mehr 😛
Immerhin war die telefonische Hotline von Air Tanzania prompt zu sprechen: Flug ab 19:20 (!), Umstieg in Dar es Salam (!) Weiterflug von Dar um 23:30. D.h. Ankunft in Arusha gegen 2 Uhr :-(

Kurz vor Abflug noch kurz Stonetown besucht, ich fand die eine Stunde beinahe ausreichend dafür. Alles sehr touristisch, Menschenmengen unterwegs…

Check-in
Der Flughafen Sansibar ist ein recht kleiner einfacher, Check-in ausserhalb des Gebäudes, solide mechanische Gepäckwaagen:

Gute Nachrichten, es geht jetzt wohl doch direkt nach Kilimanjaro Airport!

Security Check
Interessanterweise hatte die Sicherheitskontrolle nix gegen 200ml Sonnencreme einzuwenden, wohl aber gegen eine Flasche mit feinsten weißem Sand. OK, kurz entschuldigt und die Flasche zurückgelassen. Da fragt der Security Officer allen Ernstens nach einem Trinkgeld um eine Ausnahme zu machen… Wow, ich will nicht wissen, was man sonst noch so mitnehmen darf, wenn das Trinkgeld stimmt.

Boarding
Noch etwas warten, dann Boarding. Die Ansage spricht wieder von “… via Dar es Salam”. Nun gut. Kurzer Plausch mit dem Bordpersonal was denn nun stimmt. Aber diese waren selbst noch überrascht davon, dass es nun nach Dar gehen soll, angeblich sollte wohl Johannesburg als nächstes auf deren Flugplan stehen. “Hakuna matata!”
Mit feinen jamaikanischen Reggae Beats (wohl die LieblingsCD des Piloten) gehts dann innerhalb 25 Min. nach Dar.

Aufenthalt in Dar es Salam und Ankunft in Arusha
Jetzt zeigt sich, dass es am Besten ist der telefonischen Hotline zu vertrauen. Große Überraschung bei den Mitreisenden, daß es erst 23:30 weitergehen soll. Die Meute wird mit einem kostenlosen Dinner besänftigt… dahinter steckt wahrscheinlich eine clevere buchhalterische Entscheidung. Das Flugzeug welches uns nach Kilimanjaro fliegen soll, kommt nämlich erst noch aus Ruanda, eine etwas gealterte Boeing 737 im feinsten 70er Jahre Stil. Nichtmal halbvoll ist dann 23:30 Start, am Flughafen Kilimanjaro wartet schon das kostenlose Air Tanzania Shuttle nach Arusha (zusammen mit mindestens einem Dutzend Moskitos). Alles weitere unspektakulär…
01:45 Gute Nacht!

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Wochenende in Zanzibar

Eine weitere Woche ist vergangen, wir sind auch ein (relativ) gutes Stück vorangekommen. Relativ – weil in Afrika nun mal alles etwas länger dauert… “Hakuna matata” oder auch “Pole Pole”. Wir waren in einer Schule diese Woche, die Kids hatten wahrscheinlich ebenso Spass wie wir. Einige wissen jetzt sogar was RFID ist 😛

Mehr dazu sobald die Videos geschnitten sind…

Dieses Wochenende besuche ich mal die Heimat von Freddie Mercury – Sansibar. Melde mich wieder dann am Montag wieder zurück…

Dirk

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